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FARE INSIEME - Ep. 51 - Cooperativa Bilanciai, Spitzenleistung im Plural

«Mechanik, Elektronik und Big Data haben das Wiegen revolutioniert, aber ausschlaggebend sind immer die Menschen»

09/05/2022

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Alles begann 1949, als eine Gruppe von Arbeitern mit Erfahrung im Bau von Wiegesystemen das erste Unternehmen gründete, das später zu einer Genossenschaft wurde. Heute arbeiten mehr als zweihundert Fachkräfte, von denen 70 % arbeitende Genossenschaftsmitglieder sind, in Italien und 63 weiteren Ländern auf der ganzen Welt. Für FARE INSIEME interviewt Giampaolo Colletti Enrico Messori, Präsident der Cooperativa Bilanciai

di Giampaolo Colletti
@gpcolletti

Es gibt Geschichten von Unternehmen, die nach Revanche klingen. Und wenn dieser Ausdruck von Stolz im Plural, also durch Teamarbeit, zum Ausdruck kommt, wird er mit der Zeit noch wichtiger werden. Letztendlich ist das die Geschichte der Società Cooperativa Bilanciai. Alles begann 1949, in jener Nachkriegszeit, die von Erlösung, Bewusstsein, Mut und vielleicht auch ein bisschen gesundem Leichtsinn sprach. Es waren die Jahre, die den wirtschaftlichen Aufschwung vorwegnahmen, der die Geschichte Italiens in der ganzen Welt schrieb, aber auch die Jahre, in denen man sich erstmals des Wertes der Arbeit als Identität bewusst wurde. Ein paar Monate vor diesen legendären 1950er Jahren beschloss eine Gruppe von Arbeitern, sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Alles begann mit einer Reihe von Entlassungen bei der Firma Crotti, die Wiegesysteme herstellte. Wir befinden uns in Campogalliano, einem fast neuntausend Einwohner zählenden Ort in dem Teil der Provinz Modena, der die Gemeinden der Unione delle Terre d'Argine vereint. Diese Gruppe von Arbeitern beschloss, sich in einem kleinen Keller zu treffen, um wieder das zu tun, worin sie schon sehr gut waren: Wiegesysteme zu bauen. «Aber der Keller war so klein, dass die Maschinen, wenn sie einmal zusammengebaut waren, wieder zerlegt werden mussten, um vor die Tür zu kommen», erzählt Enrico Messori, heute Präsident der Cooperativa Bilanciai, die 1963 gegründet wurde und zu einem weltbekannten Beispiel für die besondere Vorgehensweise der Emilianer geworden ist. Wenn man sich an diesen kleinen Keller zurückerinnert und ihn mit den heutigen Zahlen vergleicht, muss man allerdings fast lächeln. Aber es ist ein Lächeln voller Stolz. Heute erstreckt sich die Genossenschaft über eine Fläche von 22.000 Quadratmetern und hat es sich wie in ihren Anfängen zur Aufgabe gemacht, Brückenwaagen, Waagen und andere industrielle Wiegelösungen von Grund auf für die ganze Welt zu bauen.  

Das Vermächtnis, eine Genossenschaft zu sein.
Auch bei der Wartung von statischen und dynamischen Wiegelösungen für die Industrie ist das Unternehmen mit entsprechenden Produkten, Terminals, Software und Dienstleistungen führend. Im Jahr 2021 verzeichnete Coop Bilanciai einen Gesamtumsatz von 44 Mio. EUR, was einem Anstieg von 23% und einem Gewinn von 3 Mio. EUR entspricht. 26% des Marktes konzentriert sich im Ausland, verteilt auf 63 Länder weltweit. Ein Drittel des Geschäfts entsteht dank Dienstleistungen, d.h. auf die Installation und Wartung von Wiegesystemen. Ein Unternehmen mit Rekordzahlen, das fast 3 Millionen Euro in die Forschung investiert. Um die komplexen Herausforderungen von heute zu meistern und die Märkte besser zu bearbeiten, muss man schließlich seine Kräfte bündeln: Heute besteht das Team aus 239 Fachleuten, von denen 70% arbeitende Genossenschaftsmitglieder sind, darunter viele Elektronik-, Computer- und Maschinenbauingenieure. 1999 war das Gründungsjahr der internationalen Bilanciai-Gruppe, die aus zehn Tochter- oder Beteiligungsgesellschaften besteht. «Auch heute noch sind es die Menschen, die den Unterschied ausmachen. Im Laufe der Zeit ist die Entschlossenheit geblieben, die Genossenschaft wachsen zu lassen. Eines der Grundprinzipien ist der generationenübergreifende Ansatz: Das bedeutet, dass wir so gut wie möglich daran arbeiten, die Kooperative stärker zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben", betont Messori. Das Vermächtnis liegt in der Arbeit der Menschen. «Mit der Entwicklung von Mechanik und Elektronik und der exponentiellen Zunahme von Big Data haben wir im Vergleich zu den Anfängen einen epochalen Wandel beim Wiegen erlebt: Heute können wir Wiegesysteme mit vorausschauender Wartung einsetzen, die es uns ermöglichen, kritische Situationen vorherzusehen», meint Messori.  

Neue Gravitationszentren.
Coop Bilanciai ist auf dem B2B-Markt mit industriellen Wiegesystemen tätig. Die Geräte sind in der eigenen Fabrik untergebracht, aber sie werden auch in den Unternehmen eingesetzt, die die Dienstleistungen benötigen, vom Bausektor über die metallverarbeitende Industrie bis hin zur Lebensmittelindustrie. «Die Entwicklung von Wiegelösungen für jede Branche würde Jahrzehnte dauern, weil jeder Markt seine eigenen Besonderheiten hat. Allein in Italien gibt es fünf Gravitationszonen. Die Schwerkraft ist also an den verschiedenen Orten, an denen die Messung vorgenommen wird, unterschiedlich. Dann gibt es noch die Unterschiede in Bezug auf die Genauigkeit», fügt Messori hinzu. Die technologischen Veränderungen sind tiefgreifend. Dazu gehören die Produktion von Wägezellen, elektronischen Terminals und entsprechender Software. Hinzu kommen künstliche Intelligenz und Big Data Management, die die aktuelle Herausforderung darstellen, die neuen Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, die zunehmend in eine digitale Dimension projiziert werden. Davon ist Messori überzeugt. «Die Zukunft verlangt von uns, dass wir uns auf eine neue Dynamik der Kundenbeziehungen einstellen. Wir bewegen uns mehr und mehr in Richtung Dienstleistung und weniger in Richtung Besitz.   Im Laufe der Zeit wird dies dazu führen, dass weniger Instrumente produziert werden, dafür aber mehr in die Datenanalyse investiert wird».

https://podcast.confindustriaemilia.it/

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